Hier ist eine Geschichte, die ich teilen möchte

Vor Kurzem durfte ich eine Frau im Einzelcoaching begleiten. Sie ist ausgebildete Choreografin. Als wir begannen, wollte sie sich für eine Stelle im Lager oder in der Reinigung bewerben, weil sie nicht an sich glaubte. Sie war überzeugt: „Mein Deutsch reicht nicht aus, um Tanz zu unterrichten.“
Wir arbeiteten mit ihren Ängsten und inneren Glaubenssätzen – und natürlich trainierten wir auch ihre Deutschkenntnisse, speziell den Wortschatz und die Formulierungen, die sie für ihren Unterricht braucht. Ich gab ihr eine kleine Aufgabe: Geh selbst zu einem Tanztraining – einfach mal als Teilnehmerin.
Nach dem Training sagte sie: „Mein Rücken tut weh – es gab kein Aufwärmen, keine Dehnung. Die Trainerin war nicht qualifiziert.“ Ich sagte zu ihr:
„Genau deshalb musst du unterrichten. Die Menschen leiden, wenn qualifizierte Fachkräfte wie du sich nicht trauen, auf die Bühne des Lebens zu treten.“ Diese Worte haben sie berührt. Sie ging zum Verein, sprach mit der Leitung – und bekam einen Minijob.
Neulich habe ich ihr geschrieben, um zu fragen, wie es ihr geht. Und sie antwortete: Sie hat jetzt eine feste Teilzeitstelle und kann sich mit dem, was sie liebt – dem Unterrichten von Tanz – selbst finanzieren. Diese Geschichte erinnert mich daran, warum wir als Coaches tun, was wir tun. Wir helfen nicht nur bei der Jobsuche – wir begleiten Menschen zurück zu ihrer Kraft, zu sich selbst.
Ich teile diese Geschichte, weil sie mich selbst tief berührt hat. Die Nachricht, dass sie sich heute mit ihrer Leidenschaft selbst finanzieren kann, hat mir den Tag verschönert.